Mit ihrem Vorstoss hat Hasler-Roost den ersten kantonalen Freiwilligenbericht angestossen. Die Ergebnisse seien eindrücklich und gleichzeitig ein politischer Auftrag: «Wer den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, muss das freiwillige Engagement stärken und nicht die Bürokratie.» Besonders bemerkenswert sei, dass der grösste Teil der Freiwilligenarbeit ausserhalb von Vereinen stattfindet: in Familien, der Nachbarschaft oder bei der Unterstützung älterer Menschen. «Diese Leistungen erscheinen in keiner Staatsrechnung. Würden sie wegfallen, könnte der Staat sie weder organisieren noch finanzieren.» Die FDP sieht sich durch den Bericht in ihrem Grundsatz bestätigt: Eine starke Gesellschaft basiert auf Eigenverantwortung, Gemeinsinn und privatem Engagement. Der Staat soll dort unterstützen, wo er helfen kann, aber nicht versuchen, gesellschaftliches Engagement durch neue Programme, Vorschriften oder Subventionen zu ersetzen.
Weniger Bürokratie, mehr Vertrauen
«Freiwillige wollen Menschen helfen und Projekte voranbringen. Sie wollen nicht Formulare ausfüllen, Auflagen erfüllen und sich durch immer mehr Vorschriften kämpfen», sagt Hasler-Roost. Deshalb brauche es bessere Rahmenbedingungen, weniger administrative Hürden und mehr Vertrauen in Vereine, Organisationen und engagierte Bürgerinnen und Bürger. Für die FDP zeigt der Bericht vor allem eines: Der Kitt unserer Gesellschaft sind nicht staatliche Strukturen, sondern die vielen Menschen, die jeden Tag freiwillig Verantwortung übernehmen. Eine freiheitliche Gesellschaft lebt von Bürgerinnen und Bürgern, die Eigenverantwortung wahrnehmen und sich für andere einsetzen. «Während die Politik über immer neue Aufgaben diskutiert, leisten Tausende Thurgauerinnen und Thurgauer jeden Tag unbezahlt genau das, was unsere Gesellschaft zusammenhält. Sie verdienen weniger Bürokratie und mehr Vertrauen.»