Arbeit muss sich lohnen

Das Leben wird teurer. Und vielen Menschen reicht ihr Einkommen trotz harter Arbeit immer weniger weit. Für die FDP Thurgau ist deshalb klar: Den Menschen soll wieder mehr von dem bleiben, was sie selber erarbeiten. Dieser Grundsatz prägt ihre Politik in Bundesbern und im Grossen Rat. Zwei neue Vorstösse setzen nun bei der Arbeit und ihrer Besteuerung an.

Der Staat versucht, die steigenden Lebenshaltungskosten abzufedern – doch damit verschwinden die Kosten nicht. Es ändert sich vor allem, wer sie bezahlt. Das Grundproblem bleibt.

Was macht man im wirklichen Leben, wenn das Geld knapper wird? Man spart – oder versucht, mehr zu verdienen. Wer kann, erhöht beispielsweise sein Erwerbspensum. Doch wer mehr verdient, merkt schnell: Der Staat verdient ordentlich mit. Mit steigendem Einkommen steigt die steuerliche Belastung überproportional. Plötzlich hat man mehr Arbeit, weniger Zeit – und gar nicht so viel mehr im Portemonnaie. Für den Staat ein gutes Geschäft. Für die Menschen weniger.

Höheres Pensum – mehr davon haben

Hier setzt Nationalrätin Kris Vietze an. Sie will vom Bundesrat wissen, wie ein steuerlicher Abzug für höhere Erwerbspensen verfassungskonform und praktikabel ausgestaltet werden könnte. Der Abzug soll mit zunehmendem Pensum ansteigen. «Wer sein Pensum erhöht, hat mehr Arbeit und weniger freie Zeit. Dann soll am Ende auch spürbar mehr im Portemonnaie bleiben», sagt Kris Vietze.

Dasselbe gilt nach 65

Wer nach 65 gerne weiterarbeitet, soll dafür nicht finanziell ausgebremst werden. FDP-Kantonsrat Thomas Leu will deshalb vom Regierungsrat wissen, wie sich freiwillige Weiterarbeit stärker lohnen könnte. Zur Diskussion stellt er einen steuerlichen Pauschalabzug. 

«Niemand soll länger arbeiten müssen. Aber wer nach 65 weiterarbeiten will, soll auch etwas davon haben», sagt Fraktionspräsident Thomas Leu. Gerade wenn Fachkräfte fehlen, ist es unsinnig, Erfahrung und Wissen mit dem 65. Geburtstag abzuschreiben.

Mehr von der eigenen Leistung haben

Diese beiden Vorstösse sind zwei konkrete Schritte von vielen. Denn ob sich Leistung lohnt, entscheidet sich nicht nur beim Erwerbspensum oder nach 65. In Bundesbern und im Grossen Rat verfolgt die FDP Thurgau deshalb dasselbe einfache Ziel: Den Menschen soll wieder mehr von dem bleiben, was sie selber erarbeiten.