Strategieprozess Movimento

Die FDP Thurgau will im Frühjahr 2021 eine weit- und umsichtige und allen Generationen gerecht werdende Strategie präsentieren und umsetzen. Auf dem Aussichtsturm Stählibuck in Frauenfeld informierten Mitglieder der Parteileitung über den bereits angelaufenen Strategie-Mitwirkungsprozess «Movimento».

«Der Zeitpunkt für eine Strategieauslegeordnung ist ideal. Unsere Parteileitung ist neu aufgestellt, der Kanton Thurgau steht vor grossen Herausforderungen und in der nationalen Politik müssen in dieser und in den folgenden Legislaturen weitreichende Entscheidungen für die nächsten Generationen getroffen werden. Wir wollen uns und den Thurgau bewegen», erklärt Parteipräsident Gabriel Macedo den an der Basis lancierten Mitwirkungsprozess «Movimento».

Spürbarer werden

Die Parteileitung der FDP Thurgau hat klare Zielsetzungen: «Wir wollen eine spürbare, allen Altersgruppen gerecht werdende Politik betreiben und für die anstehenden Wahlen eine solide Basis schaffen.» Zusammen mit den Mitgliedern soll die strategische Ausrichtung entwickelt und aufgezeigt werden, wo die Partei der Freiheit, des Fortschritts und des Gemeinsinns in drei bis fünf Jahren stehen will – und wie sie den Weg dorthin beschreiten wird. In einer Online-Umfrage sind die Mitglieder Mitte August gebeten worden, Meinungen, Wünsche und Kritik zu äussern. «Die Teilnahme an der noch bis Ende dieser Woche laufenden elektronischen Befragung ist erfreulich», betont Vize-Parteipräsidentin Martina Pfiffner Müller, die das Projekt «Movimento» führt.

Zukunftskonferenz im Januar 2021

Die Auswertung der Mitgliederbefragung liefert wertvolle Hinweise für die zweite Projektphase. Ab Ende September befasst sich das Kernteam, bestehend aus der erweiterten Parteileitung sowie interessierten Fraktionsmitgliedern und Vertretenden der Ortsparteipräsidien in verschiedenen Workshops mit der intensiven Analyse der Ist-Situation, mit der Entwicklung von Visionen, Handlungsfeldern sowie strategischen Zielen und Massnahmen. An der Zukunftskonferenz im Januar 2021 sind die Mitglieder dann wieder zur Stellungnahme eingeladen. In der dritten Phase wird das Kernteam die Umsetzung der gemeinsam entwickelten Strategie festlegen. «Wir wollen eine Bewegung sein, die Zukunft gestaltet und Vielfalt lebt», sagt Martina Pfiffner Müller. Welche Massnahmen und Schwerpunkte am Schluss zu Tage kommen, sei noch ungewiss. Eines ist der Parteileitung aber jetzt schon klar. «Nur eine ehrliche Auseinandersetzung mit uns selbst bringt uns weiter», hält Martina Pfiffner Müller fest. Die herausfordernde Ist-Situation sieht die FDP-Parteispitze denn auch als Steilpass, um mutig in die Zukunft zu schauen.

In den politischen Alltag integrieren

Fraktionspräsident Anders Stokholm begrüsst den eingeleiteten Strategieprozess: «Im Frühsommer hat unsere Fraktion damit begonnen, die politischen Inhalte für die nächsten vier Jahre zu definieren. Die Erkenntnisse aus der digitalen Umfrage bei unseren Mitgliedern wollen wir nun miteinfliessen lassen. Denn für die politische Alltagsarbeit sind Inputs aus der Basis das A und O.» An der zweiten Klausurtagung im Frühherbst werden die FDP-Kantonsräte und -Kantonsrätinnen dann die Prioritäten festhalten und den «Blauen Faden 2020-2024» verabschieden.

Weit- und umsichtig

Dass die FDP Thurgau ihren Strategieprozess auf dem Stählibuck präsentierte, hatte seinen Grund. «Wer die 150 beschwerlichen Stufen auf den Frauenfelder Aussichtsturm erklimmt, wird mit einer prächtigen Weitsicht belohnt. Wenn wir im Frühjahr 2021 eine weit- und umsichtige und allen Generationen gerecht werdende Strategie präsentieren und umsetzen, haben wir ebenfalls einen anforderungsreichen Weg hinter uns», vergleicht Gabriel Macedo.

 

FDP – Freiheit, Gemeinsinn, Fortschritt

Gabriel Macedo: «Während des ganzen Prozesses werden wir uns auch an unseren Ur-Werten orientieren. Dazu gehört zum Beispiel unsere freiheitliche Haltung. Sie wird uns durch diesen Prozess führen. Denn sie hat unser Land dorthin gebracht, wo wir heute stehen, nämlich an der Weltspitze.»

Martina Pfiffner Müller: «Die FDP ist nicht «einfach nur» die Wirtschaftspartei. Wenn wir sagen, dass wir uns für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen, dann ist dieses Ziel sehr vielschichtig. Es muss uns gelingen, dies in all unseren Aktivitäten spürbarer anzugehen. Es ist uns wichtig, jetzt zukunftsgerichtete Schritte zu unternehmen und den Blick mutig nach vorne zu richten.»

Anders Stokholm: «Wir Freisinnigen sind Macherinnen und Macher und übernehmen Verantwortung für die Gemeinschaft. Sei es im Beruf oder durch freiwilliges Engagement in der Familie, Nachbarschaft, Gemeinde, im Verein, in der Kultur oder in der Politik.»